Tanzen, bis die Funken stieben - Presseinformation

 

Stefan Kuntz, Autor und Geschichtenerzähler, berichtet in dieser Geschichte von seiner Mutter und seiner Tante während der Zeit des Nationalsozialismus. Der Erzähler verdichtet diese biographische Erzählung zu einem Stück Literatur. Er behält die Nähe als Sohn und Neffe, verzichtet darauf seine Mutter zu idealisieren oder ihre Karriere-Ambitionen im Reichsarbeitsdienst zu verteufeln. Mit der nötigen Distanz versucht er als Geschichte(!)-Erzähler die Punkte aufzuzeigen, wo es für seine Mutter Entscheidungsspielräume gab; versucht herauszufinden, wie sie sie genutzt hat.

Die Geschichte ist packend und berührt zutiefst, sie basiert auf grauenhaften Fakten wie Deportation, Umsiedlung und Euthanasie, an die man in der Regel nicht erinnert werden möchte. Für Kuntz ist es wichtig, diese Gräuel nicht ins Vergessen geraten zu lassen, mögliche Lücken in den eigenen Familiengeschichten zu klären und sich auf seine Verantwortung für Frieden und Menschlichkeit zu besinnen.

Die beiden Schwestern stehen im Spannungsfeld zwischen einem gefährlichen Idealbild von Rasse, Körperlichkeit und Schönheit und ihren künstlerischen Ambitionen, die so leicht politisch missbraucht werden können.

Diese Erzählung wühlt auf und weckt die Hoffnung, dass die Kriegszeit wenigstens für diese beiden jungen Frauen gut enden möge. Bleibt der Wunsch, dass die heutige Generation bei ähnlichen Herausforderungen sich entschieden für Demokratie und Menschlichkeit einsetzt.

 

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