Tanzen, bis die Funken stieben - Kostprobe

 

"... Rudolf Bode war sehr angetan von Else, sie solle aber ihre Neigung zur Korpulenz im Blick behalten. Nur schlanke, ranke Maiden könnten Karriere machen im Deutschen Reich. Er forderte Else auf, eine führende Position im BDM zu übernehmen, um Tanz als Äußerung „gesunder Volkskraft“ verstärkt zu propagieren und damit auch die Existenz seiner Schule abzusichern.

Er suchte Galionsfiguren für die von ihm entwickelte Neuhaus-Gymnastik, eine Ausgleichs­gymnastik für Bauern. Da kamen die neuen Aufgaben im jetzt von der Wehrmacht besetzten Westpolen gerade recht. Nach dem Polen-Feldzug wurden 19.000 BDM-Mädel und deren junge Führerinnen ins „Wartheland“ geschickt, um in Zusammenarbeit von Reichsarbeitsdienst und SS den deutschstämmigen Bauern zu helfen bei Haushaltsführung, Kindererziehung und Sprachunterricht.

‚Bauern helfen und der Volksgemeinschaft einen Dienst erweisen?‘ – das klingt doch gut, sehr gut, dachte Hazel Else. ..."

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